|
Selbsthilfe
Unter Selbsthilfe versteht man die gegenseitige Hilfe, wo sich Gleichgesinnte zu einem bestimmten Thema austauschen und sich somit mit ihren Erfahrungen gegenseitig helfen. Fehler, die jemand schon gemacht hat, brauch ein anderer nicht zu wiederholen, wenn er auf die Erfahrungen eines anderen Menschen vertrauen kann.
In der Alkoholsucht ist die Selbsthilfe eines der wichtigsten Hilfsangebote, die ein Alkoholiker bekommen kann.
Das Erlernen eines nüchternen Leben ist eine Lebensaufgabe, die jeden Tag große Herausforderungen beinhalten können, die ein Risiko eines Rückfalls in sich tragen.
Die Verinnerlichung des nüchternes Lebens kann nur durch eine Alkoholentwöhnung geschehen, die auch die Gedanken mit einschließt. Mit dem Willen kann man vielleicht praktische Handlungen steuern, aber das Unterbewusstsein, dass über Jahre hinweg, sich auf den Alkoholkonsum ausgerichtet hat, wird immer wieder in den Vordergrund kommen, wenn die Gedanken, Gefühle und Handlungen nicht in Einklang gebracht werden.
Ein Alkoholiker hat sich ein Leben über Jahre angeeignet, dass voll auf den Alkoholkonsum ausgerichtet ist. Der Tagesablauf wurde so gestaltet, dass immer Zeit und Raum eingeplant wurde, wo man trinken konnte. Diese Verhaltens- und Handlungsweisen müssen verändert werden. Dazu gehört ein alkoholfreies Zuhause, ein alkoholfreies Umfeld und auch die Berufs- und Freizeitaktivitäten müssen auf ein Leben ohne Alkohol ausgerichtet werden.
In der Selbsthilfe bzw. den Selbsthilfegruppen kann man von anderen Menschen, die schon länger den Weg des trockenen Alkoholikers gehen, lernen, wie man bestimmte Situationen des täglichen Lebens meistert, ohne das man das Risiko eingeht, dass einen das Unterbewusstsein wieder zu den alten Verhaltensweisen verleitet.
Viele kleine Dinge, die vom einkaufen, über das Kochen bis hin zu neuen Freunden reichen, sind für ein Leben ohne Alkohol erforderlich.
Selbsthilfegruppen gibt es in jeder größeren Stadt und finden jeden Tag von den verschiedensten Trägern statt.
|